KI in der internen Kommunikation: Ich habe keine fertige Meinung. Aber eine Beobachtung.
KI in der internen Kommunikation? Bei uns ist die Diskussion emotional. Eine Beobachtung dazu, warum wir vielleicht die falsche Frage stellen.
Bei uns im Unternehmen ist gerade eine Diskussion entstanden, die mich nicht loslässt.
Es geht um KI in der internen Kommunikation. Darf, soll, kann man KI-generierte Texte intern verschicken? In Chat-Räumen, Ankündigungen, Update-Mails?
Die Reaktionen im Team sind überraschend emotional. Die eine Stimme sagt: "Sobald ich merke, dass ein Text von einer KI stammt, höre ich auf zu lesen." Eine andere sagt: "Ehrlich gesagt finde ich KI-Texte oft angenehm. Die Botschaft kommt auf den Punkt, ohne drei Absätze Vorrede."
Beide haben Recht. Das ist das Problem.
Ich nutze KI selbst täglich für Texte. Ich weiß, wie schnell man damit etwas Ordentliches produzieren kann. Ich weiß aber auch, wie sich ein Text anfühlt, bei dem man merkt: Da war kein Mensch dahinter.
Und genau da liegt die eigentliche Frage. Nicht: KI ja oder nein? Sondern:
Was erwarten wir eigentlich von interner Kommunikation?
Wenn eine Pflichtmitteilung über neue Urlaubsregeln auf den Punkt kommt und verständlich ist, muss da ein Mensch drangesessen haben? Wahrscheinlich nicht. Wenn mein Vorgesetzter mir schreibt, wie er eine Situation einschätzt, will ich seine Stimme hören, nicht die einer KI. Da ist der Unterschied gewaltig.
Ich glaube, wir führen gerade die falsche Diskussion. Wir streiten über das Werkzeug, statt über den Zweck. Interne Kommunikation ist kein einheitliches Format. Sie ist Informationsvermittlung und gleichzeitig Beziehungsarbeit. KI kann das eine gut. Das andere nicht.
Wo ich noch keine Antwort habe: Wie transparent soll man damit umgehen? Sollte man kennzeichnen, wenn ein Text KI-unterstützt entstanden ist? Oder schafft das mehr Misstrauen als es abbaut?
Das beschäftigt mich gerade. Und ich tippe, ich bin nicht der Einzige.